Ein neuer Baum / ESN 2011

Evangelische Schule Neukölln erhält den
diesjährigen Bürgerpreis Neukölln


Foto: Ebba Zimmermann



Die Evangelische Schule Neukölln hat den Bürgerpreis 2010 der Neuköllner Bürgerstiftung erhalten. Prämiert wurde das geleistete Engagement der Schülerinnen und Schüler in Projekten zum ehemaligen kirchlichen Zwangsarbeitslager an der Hermannstraße.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Cornelia Naasner, Religionslehrerin an der Evangelischen Schule Neukölln. Ihre Schülerinnen und Schüler unterstützen im Rahmen des Religionsunterrichts der Oberstufe seit etwa acht Jahren die Bemühungen der landeskirchlichen AG-Zwangsarbeit, das Gedenken an das kirchliche Friedhofslager an der Neuköllner Hermannstraße wach zu halten. Neben der Mitwirkung an dem Einweihungsgottesdienst zur Eröffnung der Dauerausstellung beteiligt sich die ESN mit ihrem Religionsfachbereich an den jährlichen Gedenkveranstaltungen am Volkstrauertag.
Bisheriger Höhepunkt des Engagements war eine Reise in die Ukraine im Jahr 2008, bei der Schüler des Profilkurses Religion den ehemaligen Zwangsarbeiter Wassilij Miljutin besuchten. Die Reise, ihre Vorbereitung im Unterricht und das Treffen mit Wassilij Miljutin haben die Schüler in einem Dokumentarfilm festgehalten. Als „eine Neuköllner Geschichtserzählung und einen wichtigen Beitrag zur Aussöhnung“ würdigte Friedemann Walther, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, dieses Projekt bei der Preisverleihung in einer Feierstunde am 4. April im Gutshaus Neukölln. Der Neuköllner Bürgerpreis, den die Bürgerstiftung Neukölln jährlich vergibt, stand 2010 unter dem Motto „Erinnern für die Zukunft“.

(aus: Kirchenkreisinfo Mai 2011)


Martina Witt und Cornelia Naasner bei der Preisverleihung durch Friedemann Walther





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