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Die Evangelische
Schule Neukölln hat den Bürgerpreis
2010 der Neuköllner Bürgerstiftung erhalten.
Prämiert wurde das geleistete Engagement der
Schülerinnen und Schüler in Projekten
zum ehemaligen kirchlichen Zwangsarbeitslager an
der Hermannstraße.
„Wir
freuen uns sehr über diese Auszeichnung“,
sagt Cornelia Naasner, Religionslehrerin an der
Evangelischen Schule Neukölln. Ihre Schülerinnen
und Schüler unterstützen im Rahmen des
Religionsunterrichts der Oberstufe seit etwa acht
Jahren die Bemühungen der landeskirchlichen
AG-Zwangsarbeit, das Gedenken an das kirchliche
Friedhofslager an der Neuköllner Hermannstraße
wach zu halten. Neben der Mitwirkung an dem Einweihungsgottesdienst
zur Eröffnung der Dauerausstellung beteiligt
sich die ESN mit ihrem Religionsfachbereich an den
jährlichen Gedenkveranstaltungen am Volkstrauertag.
Bisheriger Höhepunkt des Engagements war eine
Reise in die Ukraine im Jahr 2008, bei der Schüler
des Profilkurses Religion den ehemaligen Zwangsarbeiter
Wassilij Miljutin besuchten. Die Reise, ihre Vorbereitung
im Unterricht und das Treffen mit Wassilij Miljutin
haben die Schüler in einem Dokumentarfilm festgehalten.
Als „eine Neuköllner Geschichtserzählung
und einen wichtigen Beitrag zur Aussöhnung“
würdigte Friedemann Walther, Vorstandsvorsitzender
der Bürgerstiftung, dieses Projekt bei der
Preisverleihung in einer Feierstunde am 4. April
im Gutshaus Neukölln. Der Neuköllner Bürgerpreis,
den die Bürgerstiftung Neukölln jährlich
vergibt, stand 2010 unter dem Motto „Erinnern
für die Zukunft“.
(aus:
Kirchenkreisinfo Mai 2011)
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