Jesus Christus spricht:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, der wird leben,
auch wenn er stirbt.
Johannes 11,25

Die Evangelische Schule Neukölln
trauert um ihren ehemaligen Hausmeister

Detlef Hagen Kupfer


Herr Kupfer hat vom Mai 1988 bis August 2004 in "seiner Schule" gearbeitet und gelebt und dabei die ESN geprägt, er war eine feste Instanz des Hauses.

Noch in den vergangenen Sommerferien war er als Urlaubsvertretung an der ESN tätig und hat dabei gezeigt, wie verbunden er unserer Schule war.
Für uns Kollegen und für alle Schüler, die ihn noch kannten, wird er unvergessen bleiben!

_________________________________________________________


Liebe Frau Kupfer,
liebe Familie Kupfer,
sehr geehrte Damen und Herren!

Gemeinsam mit Ihnen trauern wir um unseren Kollegen Detlef-Hagen Kupfer – wir, die Schulgemeinde der Evangelischen Schule Neukölln, für die ich als Schulleiter spreche und mein Vorgänger im Amt, Herr Dr. Harald Iber, der 9 Jahre lang mit Detlef Kupfer zusammen arbeitete.
Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei Ihnen, liebe Frau Kupfer, bei Ihren Kindern und Enkelkindern.

Detlev Kupfer war über 16 Jahre der Hausmeister unserer Schule. Im Mai 1988 hat er seinen Dienst an der ESN aufgenommen, ist mit seiner Familie in die Mainzer Straße gezogen, und hat bis zu seinem Ruhestand im August 2004 in "seiner Schule" gearbeitet und gelebt.
Sie, die Kinder und Enkelkinder haben die ESN als Schüler besucht. So war allein deshalb schon die Evangelische Schule mehr als nur ein Arbeitsplatz, sie war ihm Lebensraum, ja, sein Lebenszentrum, ein Teil von ihm. Diese Haltung war in jedem Moment in seinem Tun spürbar. Immer war er vor Ort, nichts ging an ihm vorbei, nie war er krank oder säumig, keine Tür war abends unverschlossen, kein Fenster blieb geöffnet. Seine Zuverlässigkeit, seine Dienstauffassung anerkennen wir mit großem Respekt.

Er hat sich aktiv am Schulleben beteiligt. So ist er zu Beginn der 90-iger Jahre gemeinsam mit Schülern, Lehrern und dem damaligen Schulleiter, Herrn Sibold, nach Moskau gereist und hat unsere Gäste bei ihrem Gegenbesuch in Berlin freundlich aufgenommen. Sein Umgang mit den Lehrern und seinen Schülern war freundlich, fast kameradschaftlich - für Probleme hatte er stets ein offenes Ohr. Auch gegenüber der Nachbarschaft in der Mainzer Straße wurden gute Kontakte gepflegt, die Handwerker hatten in ihm einen klaren Ansprechpartner, sein freundschaftliches Verhältnis zum wichtigsten Mann des Baudezernats im Konsistorium, Herrn Hintz, half der Schule sehr.
Detlef Kupfer hatte immer eine klare Einstellung zu den Dingen, die sich in seinem Haus entwickelten - diese hat er auch immer engagiert vertreten – das war dann auch manches Mal nicht so einfach!

Im Sommer 2004 haben sich die Schülerschaft, sein langjähriger Schulleiter und die Kollegen mit Worten und einem Kinder-Musical von unserem Hausmeisterehepaar in großer Dankbarkeit verabschiedet. Unvergessen, als Detlef – zu Tränen gerührt – kistenweise Naschereien an seine Schüler verteilte.

Nach seinem Dienstaustritt hat er uns noch regelmäßig besucht und als Urlaubsvertreter im Hause gearbeitet, so zuletzt erst in den vergangenen Sommerferien. Dabei hat er gezeigt, wie verbunden er „seiner Schule“ noch immer war. Auch an anderen evangelischen Schulen, am Grauen Kloster, in Charlottenburg, hat er mit Engagement und Freude seine Fähigkeiten eingebracht. Gerne wäre er auch in Zukunft unser Vertretungs-Hausmeister geblieben, gerne hätten wir auch in Zukunft seine zuverlässige, engagierte Mitarbeit gewonnen.

Nun soll das nicht sein, nun kam es anders
- für uns unerwartet, für uns noch nicht erfassbar.
In großer Anerkennung, Dankbarkeit und in Trauer gebe ich unserem Kollegen ein Goethe-Wort als letzten Gruß mit auf seinen Weg ins Licht:

Eines Morgens wachst Du nicht mehr auf.
Die Vögel aber singen, wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen Tageslauf.
Nur du bist fortgegangen.
Du bist nun frei.
Und unsere Tränen wünschen dir Glück.



Gott segne den Verstorbenen, seine Gattin und seine Familie!
Klaus-Randolf Weiser

Worte des Schulleiters der Evangelischen Schule Neukölln anlässlich der Trauerfeier am 7. Mai 2009


nach oben