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Leitung: Herr Fenner
Am
Beginn des Projekts stand das
Märchen der Gebrüder Grimm:"Das Wasser des
Lebens"
In
ihm machen sich die drei Königssöhne auf den Weg,
um für ihren sterbenskranken Vater das Wasser des Lebens
zu suchen. Die beiden hochmütigen Söhne werden
von einem Zwerg für ihre stolze Art in eine Falle geschickt,
aus der sie nicht mehr entkommen können. Nur dem jüngsten
Sohn gelingt es, das Wasser zu finden, weil er freundlich
mit dem Zauberzwerg umzugehen weiß. Doch seine Gutgläubigkeit
lässt ihn seine Brüder befreien, die ihm das Wasser
abnehmen und dem Vater die Rettung bringen. Sie verleumden
ihn jedoch und beschuldigen ihn, den Vater nach dem Leben
zu trachten. Er soll vom Jäger des Königs im getötet
werden. Ihm gelingt jedoch die Flucht. Erst später
wird diese Verschwörung durch die Dummheit und Gier
der Brüder aufgeklärt. Die Hochzeit mit einer
reichen önigstochter kann stattfinden, während
die Brüder für immer verbannt werden.

Kinder zeigen ihre ersten Ergebnisse
Das Wasser des Lebens folgt in seinem Kern dem Verlauf vieler
Märchen, in denen der Lebensweg eines Menschen in symbolträchtigen
Bildern geschildert wird. In unserem Projekt ist es wegen
seines Bezuges zum Wasser ausgewählt worden. Hier ist
es ein Wasser, das nicht nur heilen kann, sondern es ist
das Wasser des Lebens selbst, das dem totkranken König
sein Leben wieder gibt. Das Wasser ist lebenserhaltend und
lebensspendend, und der Genuss des einfachen Wassers lässt
den Menschen sein Leben wieder finden.
In vielen Wasserbildern wollte unser Projekt nun arbeiten.
Die Altersmischung der Schülerinnen und Schüler
aus Klasse 2 bis 5 führte zu einem regen Austausch
der verschiedensten Ideen. Wir entschlossen uns, an den
zwei Projekttagen folgende Ideen zum Wasser zu realisieren:
T-Shirts
und Wasserwellen
Hier konnten sich die TeilnehmerInnen ein eigenes weißes
T-Shirt mit Textilfarbe gestalten. Die schönsten Meeresfarben
wurden gemischt und zu riesigen Wellen auf den Shirts gemalt.
Wir konnten uns dann aneinander in einer langen Reihe
aufstellen, um eine riesige Küstenstrecke Stück
für Stück zusammen zu setzen.
Die
Farbe Blau
Am zweiten Projekttag verabredeten wir, uns vollständig
in BLAU zu kleiden. Wir beklebten die Fenster unseres Arbeitsraumes
mit blauer
Folie, hängen die Decke blau ab und brachten alle BLAUEN
GEGENSTÄNDE von zu Hause mit, die wir finden konnten.
Diese Sammlung stellten wir auf einem großen Projekttisch
in unserem Raum auf.
Es war ein überwältigender Anblick von BLAU BLAU
BLAU.

Malen
wie Monet
Hierzu betrachteten wir Monets Seerosenbilder und begannen,
jede/r für sich, auf großen Aquarellbögen
die Farbstimmungen nachzuempfinden.
Wasserfall
Drei auseinander geschnittene und von oben herabhängende
Bettlaken wurden in einer Gruppenaktion mit den verschiedensten
Blautönen und Farbmischungen von oben herab mit vielen
Farbstreifen begossen und dadurch intensiv eingefärbt.
Ein schillernder und leuchtender Farbvorhang oder Wasserfall
der drei aneinanderhängenden Laken schmückte
dann in einer Höhe von ca. 12 Metern und Breite von
1,30 Metern das große Treppenhaus unserer Schule.
Hierzu gehörte auch der
indische Mythos von der Entstehung des heiligen Flusses
Ganges.

Weitere
kleine Projekte...
fanden in kürzeren Phasen zwischendurch statt. Besonders
gefielen uns die farbigen Wasserschlieren, die sich bildeten,
wenn wir mit einer Pipette kleine Farbtropfen in ein mit
klarem Wasser gefülltes Marmeladenglas gaben. Unvergesslich
bleibt auch die glitzernde "MeeresOberfläche"
einer einfachen Abdeckfolie, die wir in 12 Meter Länge
und 5 Meter Breite als Gruppe rundherum wie ein Sprungtuch
in unseren Händen hielten und zu hohen, wild schlagenden
und rollenden Wellen auftürmten oder sich zu einer
leicht kräuselnden und vibrierenden Sommerdünung
verlaufen ließen.
Und jede/r TeilnehmerIn nahm sich am Ende ein Eigenes Glas
gefüllt mit Wasserfarbe mit.
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